Oktober 2014

Nachlese Kunst Heute im Denk!mal Kultur Mestlin

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Zeitgenössische Kunst im Kulturhaus Mestlin _ 27. + 28. September 2014

23 Künstler_innen setzten sich in ihren Arbeiten mit dem allgegenwärtigen Thema Krieg und im Speziellen mit den sich jubiläend jährenden beiden Weltkriegen auseinander.

ghebrezgiabiher _ statement

Krieg…

schreib ich am liebsten in Befehlsform      …Kriech!

Zerbrechlichkeit war das erste, was mir zum diesjährigen Thema unsrer Ausstellung hier in Mestlin eingefallen ist. Zerbrechlichkeit unsrer Gegenwart, unsrer Vorstellungen, unsrer Sicherheiten, unsrer Pläne, unsrer Welt und Grundsätze, auf denen sie erbaut zu sein scheint. Kriech! ist die hohe Kunst, auch heute, der Vernichtung der individuellen Vorstellungswelten und eine absolut alltäglich Erscheinung, an  die sich unsre Verstellschaften gewöhnt haben. Die Auslagerung dieser lebensgefährlichen Volksangelegenheit aus unsren zuvielisierten Ländern wird nun wahrlich zu oft mit Frieden verwechselt.

Angesichts der Unwägbarkeiten solcher Ereignisse habe ich meine Impressionen zu diesem Thema nicht der Planungssicherheit eines Fotolabors überantwortet und mit schmucken Rah-men versehen. Stattdessen hab ich sie auf zerbrechliche keramische Fliesen übertragen, sie dem Feuer des Brennofens und der Unwägbarkeit  dieses Vorgangs ausgesetzt, absolut nicht wissend, was damit geschehen würde.

Die Installation ist inspiriert von Elke Sadas Performance There is no place like home. Die Kerami-kerin baute 2004 in der Hockney Gallery in London ein frauhohes Kartenhaus aus keramischen Fliesen und brachte konsequenterweise all die da-rin versammelten Träume und Bilder von einem heilen Zuhause zum Einsturz.

September 2014

KunstHeute – HeuteKunst

Zeitgenössische Kunst im Kulturhaus Mestlin

über Unwägbarkeiten & sich jährendes (Welt)Kriechen


Entw II-v-05(mit 90 Proz)[4]

 

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June 2014

http://ghebrezgiabiher.tumblr.com launched

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Oktober 2013 

Das Kleine Format in Diessen am Ammerse. 6. Produzentengalerie.

Vom 18. Okt. bis 10. Nov. 2013

das kleine format_prospekt_2013

&

Heute Kunst im Kulturhaus Mestlin.

26. und 27.Okt. 2013, 11-18 Uhr

Kunst Heute-Tag der zeitgenössischen Kunst in Mecklenburg-Vorpommern

 

Frühsommersalon im Alten Schulhaus – Hamburg Bergedorf – Juni 2013

Der Maisalon im Alten Schulhaus am Allermöher Deich ist mittlerweile zu einem festen Begriff in Hamburg und Umgebung geworden, den sich kunstbegeisterte Menschen gerne im Kalender vormerken. Allerdings wartet die nunmehr siebte Auflage mit einer Reihe Neuigkeiten auf.

Karin Bablok, Elke Sada, Dagmar Nettelmann-Schuldt und Raimund Pallusseck öffnen die Türen ihrer Ateliers dieses Mal Anfang Juni für die Besucher. So wurde aus dem traditionellen Mai- ein Frühsommersalon und im November soll zudem ein Herbstsalon folgen. 2013 also definitiv mit einem neuen Format, das aber nicht bei den Terminen Halt macht, denn zum Frühsommersalon haben die vier ansässigen Künstler einen bunten Strauß an Gästen eingeladen.

Wer schon einmal im Alten Schulhaus war, weiß, wie sehr die Kunst und das Schaffen der vier Kreativen dem lange leerstehenden Gebäude wieder Leben und eine natürlich heitere Eleganz eingehaucht haben. Gerade zu den Ausstellungen blüht die alte Schule am Deich richtig auf und taucht die ungeheure Vielfalt der Kunstwerke in der Eigenheit der so unterschiedlichen Räume in ein ganz persönliches Licht. Manchmal wird man sich erst im Garten bewusst, dass einen der Sog des Entdeckens und Betrachtens ganz sanft durch sämtliche Zimmer und Säle gelockt hat.

Und es darf niemanden verwundern, wenn der diesjährige Frühsommersalon darin keine Ausnahme machen wird. Karin Bablok und Elke Sada, die Keramikerinnen im Haus, legen mit ihren Arbeiten den Grundstein für ein lebendiges Kontrastprogramm. Die präzise Ästhetikerin, Karin Bablok, setzt gestisch fein bis konstruktiv durchkomponiert Porzellan in Szene und bildet einen Kontrapunkt zu den poetisch farbenprächtigen Keramiken von Elke Sada, die ihrer Leidenschaft für expressive Malerei freien Lauf lässt. Die „stillen Wasser“ der Diplom-Illustratorin Dagmar Nettelmann Schuldt sind gefüllt mit Fundstücken, die sie zu neuen Skulpturen verarbeitet und so historisches und Neues einem Erinnerungs-Mosaik verbindet. Und die tiefen Wasser des Malers Raimund Pallusseck sind gefüllt mit der Weite und Stille der endlosen See und geben zu diesem Frühsommersalon das „Geheimnis der Linie im Tafelbild“ preis.

Genau an diesem Punkt wird der rote Faden sichtbar, der sich seit dem ersten Maisalon durch die Ausstellungen im Alten Schulhaus zieht: Kunst in ihrer bewegenden Vielfältigkeit und natürlich Kunst, die bewegt, in diesem lebendigen Umfeld zu präsentieren.

Und da machen die diesjährigen Gäste keine Ausnahme. Ein absolutes Novum ist die Verbindung des Frühsommersalons mit Schmuck. Gundula Sonnenschein und Elisabeth Krützkamp arbeiten seit 20 Jahren in ihrem Studio in Bremen zusammen und haben sich dem Abenteuer verschrieben, rare, edle Steine und Metalle – die Materie, wie sie es nennen – in Leichtigkeit, Einfachheit und Lebendigkeit zu verzaubern. Schwere, die abfällt und sich verwandelt: „Wir lieben es zu schmücken, uns und andere.“

Aber nicht nur Innenräume werden im Alten Schulhaus geöffnet. Auch Türen zu Reisen in seelische Landschaften werden in der Malerei von Inga de Martin aufgestoßen. „Es ist eine Art Schwebezustand“, sagt sie selber, „zwischen Ding und Freiheit, die ich in meiner Malerei suche, ein Zustand den ich nur erreiche, indem ich beim Malvorgang ein Gleichgewicht aus Zufall und gestalterischer Führung finde.“

Bei Angelo de Martin dringen die Arbeiten aus dem Unbewussten hervor und führen uns ins Unterbewusste davon. Das Blatt wird zum Augenblick in seiner Malerei und aus der inneren Quelle tauchen dynamische Formen, rhythmische Flecken und kalligrafische Spuren auf, die einen Ort verzeichnen, dem weder etwas zugefügt, noch etwas abgezogen werden kann – de Martins „Hortulus Conclusus“.

Die Liste der ausstellenden Gäste beschließen erzählerisch und zuweilen auch rätselhaft die fotografischen Arbeiten des Sprachwerkers und Lichtbildners Jürgen Ghebrezgiabiher. Ihm geht es um ein Finden und die Begegnung mit diesem Finden und die Poesie dieses Augenblicks der Begegnung im Finden. Davon zu erzählen, von der Poesie des Augenblicks der Begegnung mit sich selber in der Kunst, das verbindet sicherlich die Künstler, die sich zum Frühsommersalon zusammengefunden haben, aber es verbindet auch die Künstler mit ihren Besuchern, bewegende bewegte Kunst eben.

Öffnungszeiten Frühsommersalon:

Samstag, den 1. Juni von 13 bis 20 Uhr. Um 15 Uhr gibt es eine Einführung  zur diesjährigen Ausstellung.

Sonntag, den 2. Juni von 11 bis 18 Uhr.

Adresse:

Ateliers im Alten Schulhaus, Allermöher Deich 445, 21037 Hamburg

frühsommersalon_einladung_e-mail

Fotokabinett im Stellwerk Diessen – Mai 2013

Es ist wieder soweit. Wie im letzten Jahr so öffnet auch heuer das Stellwerk in Diessen seine Türen und Tore während des Töpfermarkts und verwandelt sich diesmal, zumindest im Ausstellungsraum, in eine Laterna magica.

Schwerpunkt dieses Jahr ist die Fotografie und die fünf ausstellenden Fotografen nehmen die Gefühle mit auf Reisen in wahrlich unterschiedlichste Richtungen.
Annunciata Foresti bezieht oft den malerischen Akt der Gestaltung mit ein oder inszeniert den festgehaltenen Moment. Harry Sternberg sichtet in den unscheinbarsten Dingen große Bildvorlagen, im kleinen menschlichen Detail Leitmotive. Bei Jürgen Oliver Blank kann es mitunter düster zugehen. Seine Bilder sind hypnotisch, regen zu Nachdenken an, sondieren die Gefühlslage des Betrachters. Jörg Kranzfelder entlockt sensibel auch den banalsten Dingen ihr eigenes Wesen . Spiegelungen oder Lichtreflexe werden durch seine Kamera für die Ewigkeit gebannt. Und Juergen Ghebrezgiabiher behauptet, alles sei ein Spiel des Lichts, ein Spiel vielleicht auch um nichts, aber zum genauer Hinschauen laden seine … sind das Postkarten?! … auf jeden Fall ein. Draußen im Galeriegarten regen Tänzberg Möbelunikate zum Verweilen und Erkunden an. Und Anschauwetter ist ja eigentlich immer.

Die On- Off- Kulturwerkstatt mit den Medienpädagoginnen Ulrike Kreutzer und Nina Munker bietet allen Kindern an, einmal selbst zum Fotografen zu werden. Inspiriert von den Bildern der Künstler gehen wir gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach Motiven und Eindrücken. Unsere mobile On- Off Kulturwerkstatt (ein kleiner Wohnwagen) wird zum Fotolabor und bietet an seiner Außenfläche Platz für eine Ausstellung der entstandenen Werke.

Teilnehmer sind

Jürgen Oliver Blank
Annunciata Foresti
Juergen Ghebrezgiabiher
Jörg Kranzfelder
Harry Sternberg
On- Off- Kulturwerkstatt
Tänzberg Möbelunikate

stellwerk_postkarte_2013

This is not a postcard – Fotografien in der Wu Wei, Schule für Taiji und QiGong – November 2012

Reventlowstr. 35, 22605 Hamburg

Öffnungszeit: Sonntag, den 18. November 2012, von 15 bis 18 Uhr

Das Herz, die Seele des Fotografen bildet sich auch mit ab. 

Das Foto enthält einen schwer sichtbaren, 

aber nicht unsichtbaren Gegenschuss des Fotografen.

Wim Wenders

This is not a Postcard, frei nach Rene Margritte, kartiert Ansichten und Augenblicke, die oft wie mit Licht gemalt scheinen. Die fotografischen Arbeiten im Maxipostkarten-Format locken mit erzählerischen oder auch rätselhaften Elementen. Es geht um ein Finden und die Begegnung mit diesem Finden und die Poesie dieses Augenblicks der Begegnung im Finden. Und das ist definitiv für den Lichtbildner selber, aber eben vielleicht auch für den/die Betrachter_in zutreffend.

Die Fotografien sind unbearbeitet. Sämtliche Motive limitiert (x / 7). Der Ausschnitt entspricht dem Moment (der Aufnahme). Die Fotos werden in aufwendigem Einzeldruck auf dicken Postkartenkarton erstellt.

Einladungskarte WuWei_flyer

Kunstkabinett zum Töpfermarkt im Stellwerk Diessen – Mai 2012

Im kleinen Ausstellungsraum des ehemaligen Stellwerks versammelt Annunciata Foresti während des Diessener Töpfermarkts Schmuck, Malerei und Fotografie. Die Weichen für die Kunst im Stellwerk hat sie 2010 gestellt und seit April 2011 ist das leuchtende Rot des behutsam renovierten Gebäudes schon von Weitem zu sehen. Kommt man dann langsam näher, lockt der kleine feine Skulpturengarten. Dort laden zu Christi Himmelfahrt Arbeiten des Metallbildhauers Peter Schwenk ein, einen längeren Blick zu riskieren. Und nun hat vielleicht auch der von den hoch liegenden Fenstern in weiches Licht getauchte kleine Ausstellungsraum die Neugierde des Besuchers geweckt und für jeden, der eintritt, könnte es überraschend werden. Von Annunciata Foresti wird der Betrachter langsam aber stetig durch die vielen Schichten der Malerei in Geheimere Welten, in eine vielschichtige Tiefe des Nachsinnens gelockt. Claudia Rinnebergs Schmuck kommt nicht nur von Schmücken. Sie verarbeitet ihr Staunen, Leben und Träume mit Mut und gestalterischer Freiheit zu Shortstories, in deren kleine „schmucke Räume“ verloren man sich gern ein wenig Zeit zum Betrachten und Erinnern nimmt. Und auch die Fotografien von Jürgen Ghebrezgiabiher besitzen das erzählerische Element, das sich fast wie ein roter Faden durch die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler, die sich zu dieser Ausstellung im Stellwerk versammelt haben, zieht. Mit This is not a Postcard, frei nach Rene Margritte, kartiert er Ansichten und Augenblicke, die oft wie mit Licht gemalt scheinen.

Stellwerk front for mailStellwerk back for mail

 
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